FLATUS BOVI
Eine Studie des deutschen Ökoinstituts zu „Treibhausgasemissionen durch die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln“ sorgt derzeit für Diskussionen bei den Grünen.
Berücksichtigt wurden der Energiebedarf von Herstellung, Weiterverarbeitung und Transport bis hin zur Nutzung durch die KonsumentInnen. Wenig überraschend schnitten Gemüse und Obst wesentlich besser ab als Fleisch, ökologische Produkte besser als konventionell hergestellte und schließlich frische besser als tiefgekühlte.
Doch erstaunte insbesondere ein Ergebnis: Rindfleisch hat mit 13.303g CO2-Äquivalenten pro kg einen etwa viermal so hohen Wert wie Geflügel oder Schweinefleisch. Die Methanfreisetzung in der Rinderhaltung trägt dazu ebenso bei wie die Futtermittelbereitstellung.
Das erklärt auch, warum Milchprodukte nur teilweise gut abschneiden. Seltsamerweise gilt dabei: je fetter, desto belastender für das Klima. Butter und Käse erweisen sich somit als wenig umweltfreundlich.
Während Gemüse mit Werten zwischen 150 und 330 g CO2/kg prinzipiell gut abschneidet, haben getrocknete Erdäpfelprodukte (z.B. Püree) und Pommes Frites belastende Werte von bis zu 5.700 g CO2/kg– und übertreffen damit wiederum Geflügel und Schweinefleisch.
Was also essen?
Am besten frische, ökologische Produkte aus der Region. Dann fällt zumindest der Transport weg.
Die Studie des Öko-Instituts: www.oeko.de
