VON EUROPA LERNEN

Foto: Marco Vanek

„Liebe Europäerinnen, liebe Europäer“ war des Öfteren zu hören auf diesem Kongress der Grünen Akademie Steiermark und der Grünen Bildungswerkstatt (21.–23. November 2008 in Graz). Die VeranstalterInnen hatten sich vorgenommen, drei Tage über Identitäten, Krisen aber auch Hoffnungen im europäischen Kontext zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die aktuelle Wirtschaftskrise mit ihren vielfältigen Auswirkungen. Anschaulich dargestellt wurden von Brigitte Unger dabei die tief liegenden Ursachen aber auch mögliche Zukunftsperspektiven und Auswege. Ebenfalls intensiv diskutiert wurden Fragen rund um die Grundwerte der Europäischen Union und welche demokratiepolitischen Gefahren gegenwärtig bestehen; welche sozialen Auswirkungen der Klimawandel auf Europa haben wird und welche Perspektiven sich daraus ergeben, war Thema des dritten Tages.

Abgerundet wurde der Kongress durch einen Europäischen Abend mit Musik und politischen Tischreden von Gästen aus zahlreichen Ländern Europas. Während dieser drei Tage war Europa in Graz spürbar. Gemeint ist dabei nicht nur das Europa der 26 sondern ein Europa der mehr als 40 Länder. Zu spüren waren die Hoffnungen der TeilnehmerInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien, die sich durch die stärkere Integration in die Europäische Union vor allem politische und wirtschaftliche Stabilität erwarten. Immer wieder äußerten sie allerdings auch ihr Unbehagen, in der EU als BürgerInnen zweiter Klasse behandelt zu werden (Stichwort Einreisebeschränkungen und -schikanen).

Als Dokumentation des Kongresses ist eine ausführliche inhaltliche Aufbereitung der Ergebnisse in Form von Texten und Materialien in Arbeit, die in Kürze auf www.gbw.at abrufbar sein wird, sowie eine Aufbereitung der Veranstaltung in Form von MP3-Files und Kurzvideos. Eine Bildgalerie ist jetzt schon online.

Marco Vanek/Christina Jahn