IM KOMMEN

Wer bis jetzt noch nicht aufgescheucht wurde, spürt wohl spätestens seit den dramatischen Rufen nach staatlichen Hilfspaketen für die Autoindustrie den heißen Atem der Wirtschaftskrise im Nacken. Es gibt in der Psychologie den Begriff der „Erlernten Hilflosigkeit“.

Wikipedia erklärt seinen LeserInnen zu diesem Begriff, dass es sich dabei um ein Phänomen handelt, bei dem Menschen in Folge von Erfahrungen der Hilf- oder Machtlosigkeit ihr Verhaltensrepertoire dahingehend einengen, dass sie negative Zustände nicht mehr abstellen, obwohl sie es (von außen betrachtet) könnten. Umgemünzt auf das Finanz- und Wirtschaftssystem bedeutet das: Wenn überall von Krise die Rede ist, wird sie auch sicherlich eintreffen und – was viel schlimmer ist – bleiben. Für diese Prophezeiung muss man nicht erst einen Wirtschaftspsychologen befragen. Zur Überwindung der Krise bräuchte es allerdings vor allem eines: Optimismus. (pss)