GIB DEINER GELDANLAGE MEHR SINN - EIN PRO.

Angesichts der aktuellen Finanzkrise und der hohen Verluste an den nationalen und internationalen Börsen sind Aktien und Investmentfonds in Verruf geraten. Sicher ist es so, dass hochspekulative Börsengeschäfte in Zukunft besser kontrolliert bzw. verboten werden sollten. Es ist jedoch möglich, mittels Investmentfonds auch Einfluss im Sinne der Nachhaltigkeit auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu nehmen.Vor allem dann, wenn nicht die kurzfristige Rendite sondern ein langfristig orientiertes Handeln ohne Zockerei im Vordergrund steht.

Grünes Geld.

Denn die gute Nachricht bei Investmentfonds besteht darin: Ich kann selbst bestimmen in welche Unternehmen und Projekte ich Geld investiere. So gibt es Investmentfonds, die beispielsweise Kernenergie, Gentechnologie, Rüstungsindustrie USW. ausschließen und stattdessen die Förderung von Erneuerbaren Energien, Einhaltung von Mindestsozial- und Ökostandards im Unternehmen und Zulieferern, Gleichstellung von Frauen und Minderheiten fördern.

Kapitalanlagen die ethische, ökologische und/oder soziale Komponenten bei der Auswahl, Beibehaltung und Realisierung des Investments berücksichtigen, werden auch „grünes Geld“ genannt. Und im Sinne der drei Säulen der Nachhaltigkeit – Umwelt, Soziales,Wirtschaft – müssen die AnlegerInnen von nachhaltigen Geldanlagen auch nicht auf eine gute Performance verzichten, wie zahlreiche Studien belegen.

Nachhaltige Geldanlagen/-fonds stellen nicht nur eine Gewissensberuhigung dar. Der Einfluss von Nachhaltigkeitsfonds auf Unternehmen besteht in indirekter sowie direkter Form. Indirekt insofern, dass jede ambitionierte Unternehmensleitung Interesse daran hat, sich für einen der führenden Nachhaltigkeitsindices zu qualifizieren. Wer dies nicht schafft, dessen Zukunftsfähigkeit wird auch von konventionellen Investoren geringer eingeschätzt. Denn Nachhaltigkeit sollte in Zeiten des Klimawandels ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements sein.

Nachhaltigkeit durchsetzen.

Der direkte Einfluss läuft über das Fondsmanagement selbst, das immer stärker als aktiver Investor und Dialogpartner auftritt („Engagement“). Nachhaltigkeitsfonds sind vor allem aufgrund ihres hohen Finanzvolumens ein besonders wirksamer Hebel für eine nachhaltigere Wirtschaftsweise. Zudem wird das Image des jeweiligen „nachhaltigen“ Unternehmens gestärkt und dessen Bekanntheitsgrad erhöht. Besonders deutlich wird jedoch die Wirkung von „grünen Geldanlagen“ bei Direktinvestitionen wie etwa Investments in Solarenergieanlagen (geschlossene Fonds). Beispielsweise hätte ohne die Beteiligung privater AnlegerInnen an Windkraftfonds in Deutschland, der Ausbau der Erneuerbaren Energien keinen derartigen Aufschwung erlebt.

Wer sich für eine nachhaltige Veranlagung entscheidet, sollte sich jedoch sowohl Anbieter als auch das Produkt genau ansehen. Denn es gibt gute nachhaltige Finanzprodukte, aber auch Produkte, denen ein „grünes Mäntelchen“ übergestreift wurde.

Nähere Informationen unter: www.gruenesgeld.at.

Katharina Sammer ist für die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) tätig. <a"http:></a"http:>www.oegut.at<//a>