VERSANDET
Von der Ausdünnung der natürlichen Ozonschicht in der Atmosphäre, die in den 1970er Jahren über dem Südpol entdeckt worden war, dem Ozonloch, hört man in letzter Zeit wenig. Die Tatsache, dass sich die Ozonschicht langsam erholt, seit die Verursacher – als Treibgas in Spraydosen verwendete Fluorchlorkohlewasserstoffe (FCKW) – dingfest gemacht und 1990 verboten wurden, dürfte dafür verantwortlich sein. Eine Erfolgsgeschichte der Umweltbewegung, aber es wird bis 2060 dauern, bis sich das Ozonloch auch tatsächlich völlig geschlossen haben wird. Das prognostizierten zumindest bis vor Kurzem die meisten ExpertInnen. Nun gibt es Indizien, dass der Klimawandel das Verschwinden des Ozonloches beschleunigen könnte, weil sich der alljährlich über der Antarktis drehende und die Ozonschicht schädigende eisige Tiefdruckwirbel abschwächt und zusätzlich in tropischen Regionen entstehendes Ozon Richtung Südpol gelenkt wird. Aber es gibt auch WissenschafterInnen, die leider zu gegenteiligen Befunden kommen. Also: In den nächsten paar Jahrzehnten bei der Australienreise Sunblocker auftragen. (hl)
