Ökotipp

Der Verbrauch von Fisch hat in Österreich in den vergangenen Jahren – dank Sushi und Co. – stark zugenommen. Das mag zwar gesund sein, vom Standpunkt der Nachhaltigkeit aber alles andere als wünschenswert, handelt es sich dabei doch oft um inzwischen durch Überfischung bedrohte Arten. Andere Arten sind durch die angewandten Fangmethoden, bei denen Laichplätze zerstört oder Tonnen „Beifang“ in Kauf genommen werden, bedroht. Auch die inzwischen weit verbreiteten Aquakulturen entsprechen mit ihrem Überbesatz und dadurch notwendig werdenden Einsatz von Antibiotika meist nicht ökologischen Standards. Die beste Alternative sind einheimische Fische aus nachhaltiger Zucht. Was aber, wenn den Gästen der Gusto partout nach Shrimps steht? Gerade die Shrimps-Zuchtanlagen, die in Südostasien die Mangrovenwälder bedrohen, waren zuletzt Thema ökologisch korrekten Smalltalks bei biologischen Buffets. „Schmecken tun sie mir aber doch“, ist dabei ein häufiges Resumee der Gourmets. Ihnen kann geholfen werden. Ein österreichisches Unternehmen importiert Shrimps aus kontrolliert nachhaltiger Aquakultur. Das bedeutet: garantiert keine Verwendung von Chemikalien, geringe Besatzdichte, ständige Kontrolle von Wasserqualität und Futtermitteln sowie Schutz der Mangrovenwälder. Die Shrimps werden ganz in der Nähe der Aufzuchtteiche sortiert und sofort tiefgekühlt. Die darauf folgende Reise nach Österreich macht die Bioshrimps zwar nicht gerade zu einem Muster an Nachhaltigkeit, aber ein bisserl besseres Gewissen können die FeinschmeckerInnen schon haben – und ein neues Thema für den Smalltalk am Buffet. (hl)

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