PLANETARIUM
LIEBE LESERINNEN!
Über die Studierendenproteste war in den letzten Wochen einiges zu lesen und hören. Meist waren es Berichte und Kommentare von Nicht- oder Nicht-mehr-Studierenden. Auch die TV-Diskussionen wurden von solchen dominiert. Die planet-Redaktion hat daher einen etwas anderen Weg gewählt und zwei Studierende eingeladen dazu zu schreiben.
Um zivilgesellschaftliche Bewegung geht es auch in der diesmaligen planet-materie, zumal sich die Frage stellt, ob die internationale Entwicklungspolitik nicht eine solche bräuchte, um Themen wieder lauter anzusprechen. Attac als Modell für entwicklungspolitische Themen? Wir haben uns in der planet-Redaktion gefragt, warum es um die österreichische Entwicklungszusammenarbeit stiller geworden ist. Sieht man von einschlägigen Medien ab, hört man nur noch wenig davon. Viele NGOs sind unter finanziellem Druck; und die Politik schweigt. Wir haben ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis gefragt. Die Überraschung war, dass die PraktikerInnen viel kritischer sind als zumindest die von uns befragten WissenschafterInnen. Früher war es oft umgekehrt.
Zitiert sei hier eine Passage aus dem Gespräch mit Gottfried Mernyi: „Entwicklungshilfe ist, wenn man in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze sucht. Entwicklungszusammenarbeit ist, wenn man in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze sucht, die im Nebenzimmer oder gar nicht da ist. Und Entwicklungspolitik ist, wenn man in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze sucht, die nicht da ist und man schreit: ‚Ich habe sie gefunden!’ Das ist die Crux, mit der man umgehen muss.“
Ab sofort wird Ihr/Euer planet-Abonnement von Verena Pflug betreut. Einfach ein Mail senden an: abo-planet(at)gbw.at. Ansonsten bitte Änderungswünsche telefonisch bekannt geben unter 01/526 91 17 oder an die planet-Adresse schreiben: planet, Grüne Bildungswerkstatt, Neubaugasse 8, 1070 Wien. Unter derselben Adresse oder planet(at)gruene.at freuen wir uns auch über Ihre/Eure Meinung, Kritik oder auch Lob.
Der nächste planet erscheint Anfang März 2010. Bis dahin wünschen wir Ihnen/Euch (ein bisserl früh) ein gut zu Ende gehendes altes und ein gutes neues Jahr,
Daniela Ingruber (für die Redaktion)
AUS DEM INHALT
ENTWICKLUNG.
Materie. Trotz aller Globalisierungsdebatten scheint das Thema Entwicklungszusammenarbeit aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden zu sein. planet begab sich auf die Suche.
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UNIVERSITÄT.
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Der UN-Klimagipfel im Dezember sollte endlich den Durchbruch zu einer wahrlich globalen Klimapolitik bringen. Inzwischen sehen es BeobachterInnen wie Andrew Dobson nicht mehr so optimistisch.
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