ÖKOTIPP: MEINE PRIVATEN 20 PROZENT
Auch wenn im privaten Bereich nur etwa 20 Prozent CO2 Einsparung möglich sind (siehe Interview Seite 3) macht es doch Sinn im Alltag Sparpotentiale zu nutzen. Am leichtesten geht dies (zumindest in Regionen mit funktionierendem öffentlichen Nahverkehr) beim Auto. Jeder nicht gefahrene Auto-Kilometer spart rund 0,4 kg CO2.Wenn der Individualverkehr nicht zu vermeiden ist, dann sollte man auf energiesparende Fahrweise achten und Fahrzeuge mit niedrigem Spritverbrauch wählen. Unser Tipp: Fahrrad kombiniert mit Öffis und CarSharing.
Beim Lebensmitteleinkauf bewirkt der Griff zu Produkten mit niedriger CO2-Bilanz nicht nur konkrete Einsparungen, sondern stärkt regionale und biologisch wirtschaftende ErzeugerInnen. Stromsparen im Haushalt schont neben der eigenen Geldbörse auch die CO2-Bilanz.
Stichworte: Geräte ausschalten (auch Stand-by-Modus braucht Strom), Kühlgeräte der Klasse A++, effizient waschen, beim Kochen Deckel drauf. Durch effiziente Wärmedämmung und vernünftiges Heizen – öfter kurz Lüften, Heizung nachts nicht ausschalten sondern herunterfahren – lässt sich ein hohes Sparpotential realisieren.
Am wichtigsten bleibt aber angesichts des Totalversagens der österreichischen Regierung politisches Engagement für vernünftige Verkehrslösungen, strengere Vorschriften bei der Produktion und Kennzeichnung von Lebensmitteln und Elektrogeräten, Förderung von erneuerbarer Energie sowie eine umfassende Energie- und Klimapolitik. (hl)
