DER STEIERMARK EIN STEINKOHLEKRAFTWERK!
Wie viel von den schönen Klimaschutzreden der Großparteien zu halten ist, zeigt eine aktuelle Diskussion in der Steiermark: Dort plant der Großindustrielle Mirko Kovats das vor einigen Jahren stillgelegte Voitsberger Kraftwerk „wiederzubeleben“: als Steinkohlekraftwerk!
Bei der Bevölkerung stößt das geplante Projekt naturgemäß auf Widerstand – würde doch das Steinkohlekraftwerk die gesamtsteirischen CO2-Emissionen gleich um 20 Prozent erhöhen. Die Facebook-Gruppe „NEIN zu ÖDK Voitsberg III“ hatte innerhalb kürzester Zeit bereits über 1.000 Mitglieder, Anfang März wurde vor der Landesregierung demonstriert. Auch weil Voitsberg bereits jetzt im Feinstaubsanierungsgebiet liegt: „Die Auswirkungen auf diea nicht schwer vorstellbar“, so die Grüne Landtagsklubobfrau Ingrid Lechner-Sonnek dazu. Vor dem Hintergrund der drohenden Umweltbelastung hat sie eine Landtagsinitiative gegen die Kovats-Pläne gestartet.
Resultat: Eine Mehrheit unterstützte den Antrag, nur die SPÖ von Landeshauptmann Voves stimmte für das geplante Kraftwerk. Lechner-Sonnek dazu: „Statt eines Steinkohlekraftwerks brauchen wir in der Steiermark eine ,Energieoffensive‘ – vom Potenzial her kann die ,Grüne Mark‘ in diesem Bereich gleich erfolgreich sein wie Oberösterreich. Die Energiewende würde um ein Vielfaches mehr an qualifizierten Arbeitsplätzen bringen als ein Kraftwerk aus der Steinzeit.“

