VERSANDET
Im Herbst 2004 blickte die ganze Welt gebannt auf die Ukraine und den dortigen Machtkampf zwischen dem kremltreuen Viktor Janukowitsch und dem westlich orientierten Viktor Juschtschenko. Unregelmäßigkeiten bei der Stichwahl fürs Präsidentenamt führten zu einer Demokratiebewegung, wie sie die noch junge Ukraine zuvor nicht kannte. Schon rund ein Jahr zuvor war es im Zuge der Rosenrevolution in Georgien gelungen, ein als korrupt empfundenes System mittels friedlicher Demonstrationen zu überwinden. Die Orange Bewegung wiederholte dieses Kunststück in der Ukraine, scheiterte jedoch anschließend an sich selbst. Bei den jüngsten Präsidentschaftswahlen verlor die einst strahlende Ministerpräsidentin Julia Timoschenko gegen Janukowitsch.
Die Orange Revolution wurde offiziell zu Grabe getragen – gestorben war sie jedoch schon kurz nach ihrem größten Erfolg. (ps)
