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ARMUT Alle reden von der Krise, wie ergeht es aber Menschen tatsächlich, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete zahlen, woher das Geld für die Heizkosten nehmen oder womit sie das Essen für den nächsten Tag kaufen sollen? Lutz Holzinger hat bei der Schuldnerberatung und sozialen Einrichtungen recherchiert, Betroffene begleitet und in ausführlichen Gesprächen hinter das nicht fassbare „Gespenst“ der Armut geschaut. Herausgekommen ist kein distanzierter Expertenbericht (für einige Texte hat er Hansjörg Schlechter hinzugeholt), sondern ein Bild, das begreifen oder zumindest erahnen lässt, was eine Gesellschaft verliert, wenn sie Armut mit Gleichgültigkeit begegnet.

Lutz Holzinger/ Hansjörg Schlechter: Das Gespenst der Armut. Reportagen und Analysen zur Kritik der sozialen Vernunft. Edition Steinbauer. 166 Seiten, € 22,50

 

PRACHT Madeleine Petrovics Begeisterung für den Wiener Gürtel als einen Ort einer inzwischen gar nicht mehr so neuen aber nach wie vor kreativen und vielfältigen (Lokal)Szene hat sie schon einmal in einem Buch ausgedrückt. Zwölf Jahre später ist eine überarbeitete Neuauflage entstanden, in der sich Petrovic auch mit der Geschichte und der sozialen Situation auseinandersetzt – immer aus der Perspektive einer Faszination für den Ort an sich.

Madeleine Petrovic: Der Wiener Gürtel. Wiederentdeckung einer Prachtstraße. Brandstätter-Verlag, Wien 2009. 208 Seiten, € 29,90