VERSANDET // VERWALTUNGSREFORM
Noch bevor sie begonnen hat, ist sie auch schon wieder verstummt. Wie so oft, wenn es zwischen Boden- und Neusiedler See darum geht, eine inhaltlich wertvolle Diskussion über die dringend notwendige Verwaltungsreform zu führen. Weder die Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise, noch die dringenden Appelle von Rechnungshof & Co mündeten in echter Reformbereitschaft in punkto Entstaubung der heimischen Verwaltung.
Sinnvolle Vorschläge werden entweder sofort als „nicht durchführbar“ abqualifiziert oder einfach erst gar nicht zur Kenntnis genommen. Denn wenn’s ums eigene Leiberl und die eigene Klientel geht, regiert leider immer noch das Motto „Bei uns gibt’s nichts zu holen, aber XY geht viel zu verschwenderisch mit seinem/ ihrem Geld um, dort sollte man sparen“. Und schon ist die Debatte um eigene Effizienzsteigerungen oder Einsparmöglichkeiten beendet und es herrscht wieder Ruhe.
Bleibt nur zu hoffen, dass aus dieser trügerischen Ruhe nicht eines Tages eine Grabesruhe mit begleitendem Abgesang auf die Republik Österreich wird, weil wir uns das ewige Weiterwurschteln dann doch irgendwann nicht mehr leisten können. (ps)
