VOM GUTEN LEBEN.
Für die einen ist es eine Frage, der Moral für andere der Maximierung von Genuss. Von griechischen Philosophen bis zu AutorInnen von Lebenshilfebüchern wurden verschiedene Antworten gegeben. Selbstbestimmt, aktiv, solidarisch soll ein Leben sein, wenn es ein „Gutes Leben” sein soll, meinen zumindest die Kolleginnen von der Grünen Bildungswerkstatt und fordern ein solches „für alle“. Wie man (mit Hilfe grüner Politik) zu einem solchen „Guten Leben für alle” kommen kann, darüber wird bei der kommenden Sommerakademie in Vorarlberg und anderen Veranstaltungen des heurigen Jahres diskutiert. planet hat sich der Frage nach dem Guten Leben, nach dem Weg dahin und nach den Hindernissen auf diesem Weg angenommen.

Welche Bilder ruft der Begriff „Gutes Leben für alle“ bei Ihnen hervor? Idyllische Abende im eigenen Garten? Bobos im Schanigarten? Oder nachhaltiges Wirtschaften und gerechte Umverteilung?

Das Gute Leben ist nichts Selbstverständliches. Es scheint auch Glückssache zu sein, hängt es doch oft von jenem Teil der Welt ab, in dem man geboren wurde. Eine Glücksformel hilft wenig, wenn die einfachsten Ressourcen nicht zur Verfügung stehen.

Am Meer. Die Sonne ist aufgegangen. Es ist sechs Uhr morgens. Ich denke an das Gute Leben für alle. Später sitze ich mit einem österreichischen Arzt an der Strandbar und führe ein Gespräch – natürlich auch über die Finanzkrise. Was, wenn „alles“ zusammenbricht? Das Meer wird weiter rauschen. Aber...
Träume, Erwartungen, Vorstellungen und Zukunftsplanungen sind Bestandteile des Lebens. Beinahe jeder junge Mensch hat ungefähre Vorstellungen und Erwartungen von seiner Zukunft. Doch was kann man sich erwarten vom Leben? Was soll man hoffen? Soll man überhaupt hoffen? Und wie würde das „perfekte“...
ZU DEN FOTOS
Das Ziel: „Ein Gutes Leben für alle“. Der Weg dorthin: ein oftmals steiniger, beschwerlicher, ein Weg mit hunderten von Hürden und Hindernissen. Sei es in Form von künstlich angelegten bzw. bewusst gestalteten oder aber auch auf ganz natürliche Art entstandenen, wie ein scheinbar undurchdringbares Dickicht, wo der Weg nicht einmal mehr ersichtlich ist, sondern gar erst gebaut werden muss.
Eben diesen Weg zu beleuchten und die darauf befindlichen Stolpersteine symbolisch sichtbar zu machen ist Inhalt der Fotoserie. Nicht die Frage nach dem „Wie schaffen wir es, allen ein Gutes Leben zu ermöglichen?“, sondern jene „Warum es bisher (noch) nicht möglich war, die Voraussetzungen für ein Gutes Leben für alle zu schaffen?“ steht im Vordergrund.
Die Fotos gehen demnach quasi der Frage der Ursächlichkeit dieser Probleme nach und sollen so der Bewusstwerdung dienen.
Bernhard Bruckner ist freier Fotograf, lebt und arbeitet in Wien. Mehr zu seiner Person und seiner Arbeit gibt es in Kürze unter:
www.bernhardbruckner.com

