IM KOMMEN // SPARPAKET

Das Wort „Sparpaket“ hat keinen leichten Stand. Zwar verfolgt es eigentlich einen ehrenwerten und guten Zweck – im Allgemeinen die Sanierung eines in Schieflage geratenen Budgets –, doch sind schon Generationen an SchülerInnen, ArbeitnehmerInnen und anderen Leidgeplagten gegen diverse Sparpakete ins Feld gezogen.

Selbst das höchstobjektive Online-Lexikon Wikipedia spricht davon, dass das Sparpaket „in der Öffentlichkeit meistens einen negativen Beigeschmack“ hat. In der heimischen politischen Diskussion geisterte es bereits in den vergangenen Monaten wie ein Gespenst um die politisch handelnden Akteure und Akteurinnen, die seine Existenz zwar öffentlich nicht wahrhaben wollten, hinter verschlossenen Geistertüren aber längst mit ihm an einem Tisch saßen, um an dem einen oder anderen Steuerschräubchen zu drehen oder öffentliche Leistungen zu kürzen. So gesehen war das Sparpaket zwar schon in den vergangenen Monaten präsent, da es aber erst jetzt nach den Wiener Wahlen vor den Vorhang gebeten wird, hat es sich seinen Platz in dieser Kolumne redlich verdient. (ps)