ALT + GUT // "IMMER DIESER MICHEL"...

... ist ein Michelgeschichten Sammelband von Astrid Lindgren. Auf dieses Buch stieß ich zum ersten Mal, als ich zu Ostern 2001 im Garten meiner Oma nach Ostereiern suchte. Damals war ich fünf Jahre alt, heute bin ich 14 und liebe dieses Buch noch immer.

Ich habe schon fast alle von Astrid Lindgrens Werken gelesen und finde Michel ist ihre beste Figur. Pippi Langstrumpf ist wohl ihre bekannteste und ich habe die Geschichten über sie mit viel Freude vorgelesen bekommen, aber sie kommt nur knapp an Michel heran.

Die Geschichte spielt in Südschweden im Örtchen Lönneberga und Umgebung. In den Geschichten geht es um einen schlimmen Buben, seine Familie und über die Knechte am Hof. Ein Running Gag in den Michelgeschichten ist, dass ihn sein Vater nach jedem Streich in den Holzschuppen sperrt, wo Michel dann immer Holzmännchen schnitzt, die den BewohnerInnen des Dorfes Lönneberga sehr ähnlich sehen. Michel meint es meistens nur gut, auch wenn es alle anderen, mit Ausnahme seiner Schwester Ida und dem Knecht Alfred, als bösartigen Streich sehen.

Dieses Buch kommt unter „Alt + Gut“ weil es etwas hat, das kein neues Buch hat, etwas, das es zum Longseller macht: Es beschreibt das Leben eines Jungen auf so unheimlich realistische Weise, als würde es Astrid Lindgren selbst erlebt haben. Die ganze Umgebung der damaligen Zeit ist so gut beschrieben, als ob sie selbst Ida oder Michels Mutter gewesen wäre. Natürlich reisen viele AutorInnen an ihre Schauplätze, aber in der Zeit kann niemand zurückreisen und genau das zeichnet dieses Buch und alle anderen von Astrid Lindgren aus. Es ist meiner Meinung nach ihr bestes Buch. (Fritz Langthaler)