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Der von Herbert Langthaler herausgegebene Sammelband zielt darauf ab, den umkämpften Begriff „Integration“ nicht jenen zu überlassen, die fern sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse damit fremdenfeindliche Politik betreiben. In den insgesamt elf Beiträgen verorten SoziologInnen, SozialanthropologInnen, PolitikwissenschafterInnen und eine Sprachwissenschafterin, was Integration und Integrationspolitiken bedeuten, wie der Stand der sozialwissenschaftlichen Forschung in Österreich ist und welche Erfahrungen in den verschiedenen Politikfeldern gemacht wurden.
Herbert Langthaler (Hg.): Integration in Österreich. Sozialwissenschaftliche Befunde. StudienVerlag, Innsbruck/Wien 2010. 232 Seiten, € 26.90
Viele junge Menschen, sagen Untersuchungen, kennen kaum mehr Gemüsesorten als Tomaten, Paprika und Karotten. Ganz zuhause hingegen sind die Vielfalt und das Wissen darüber bei Andrea Heistinger, die für die Arche Noah ein Handbuch zu Bio-Gemüse herausgebracht hat, das mit vielen Details und Liebe Lust auf neu- oder wiederentdeckte verschiedenste Gemüsesorten sowohl im Garten als auch auf dem Teller macht.
Andrea Heistinger/Arche Noah: Handbuch Bio-Gemüse. Sortenvielfalt für den eigenen Garten, 632 Seiten, € 39.95
Dass sich Andrea Heistinger auch mit dem Umgang von Essen ganz allgemein beschäftigt, zeigt sie in einem Buch, das sie mit Daniela Ingruber herausbringt. Darin schreiben verschiedenste AutorInnen und KünstlerInnen in Vorbereitung auf die Ausstellung „Essen unterwegs. Eine Ausstellung über Mobilität und Wandel“, die im Mai 2011 in Linz eröffnet wird. Das Thema zeigt sich vielschichtig: von der Bedeutung der Küche, über die vermeintlichen Traditionen, Moden und den Konsumwahn beim Essen, über soziale Differenzen und das Problem der Entsorgung des Übriggebliebenen, über die politische Bedeutung von Essen in der Kunst bis hin zu Erinnerungen an das Essen der Kindheit.
Andrea Heistinger/Daniela Ingruber (Hg.): Esskulturen. Gutes Essen in Zeiten mobiler Zutaten. Mandelbaum Verlag, Wien 2010. 300 Seiten, € 19.90 (erscheint Ende November)
Die Traumatisierungen durch Folter lassen sich nicht wegwünschen. Sie hinterlassen Spuren – oft für mehr als nur eine Generation. Die MitarbeiterInnen von Hemayat unterstützen seit 15 Jahren Menschen beim Aufarbeiten der Gewalt, der sie vor, während und nach ihrer Flucht ausgesetzt waren. In diesem Buch berichten sie von ihrer Arbeit, von den betroffenen Menschen und von der Suche nach einem neuen Leben.
Siroos Mirzaei/Martin Schenk (Hg.): Abbilder der Folter. Hemayat: 15 Jahre Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen. Mandelbaum Verlag, Wien 2010. 180 Seiten, € 17,80
