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Die Redaktion behält sich vor LeserInnenbriefe aus Platzgründen zu kürzen und Passagen, die jemanden (insbesondere Dritte) marginalisieren oder beleidigen zu streichen.
Leserbrief zu „Die Frage der Demokratie“, Nr. 54
Was Daniel Hausknosts Analyse der eingeschränkten Möglichkeiten „moderner Demokratie“ betrifft, Schritte in Richtung eines nötigen Systemwandels zu setzen, kann man ihm ja – bedauerlicherweise – nur zustimmen.
Überhaupt nicht einverstanden sein kann ich jedoch u.a. mit seiner Sicht, derzufolge Demokratie v.a. von Energieaufbringung und Klimakatastrophe bedroht sei. Der Motor für unseren verhängnisvollen Wachstums-„Zwang“ (und steigenden Energieverbrauch) hat doch keinesfalls mit irgendeiner Art von Demokratie zu tun, sondern – Binsenweisheit – mit dem Renditen-Hunger unserer kapitalistischen Weltwirtschaft. Und dort liegt auch die wichtigste Bedrohung für alles ökologisch, sozial oder sonstwie verantwortungsbewusste Denken, Wünschen und Handeln.
Meiner Meinung nach können heutige Demokratien ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen, weil sie zugelassen haben, dass Kernbereiche wie Meinungsbildung, sprich Presse, NICHT vor partikulären Interessen irgendwelcher Murdochs oder Berlusconis oder General Electrics geschützt wurden.
Also ist eigentlich keine „Neue Demokratie“ nötig, wenn wir die „Alte“ wieder auf die Beine stellen.
Erich Plettenbacher, Taiskirchen
Leserbrief zu „Teleskop – Das Unbehagen in EUropa“, Nr. 53
Liebe PlanetarierInnen,
dieses Unbehagen kommt von zwei Jahrzehnten neoliberalem Missbrauch einer guten Idee. Inzwischen kann mensch nur mehr bestätigen, welch treffende Zustandsbeschreibung das Triumphgeschrei des Neofaschisten Gianfranco Fini (einem der Vizepräsidenten des EU-Konvents) 2002 in der FAZ war: „Europa ist eine Idee der Rechten!“
Georg Lechner
